Der Gulag im russischen Gedächtnis. Spurensuche in der Region Perm
Projektlaufzeit: April - November 2009
Im Prisma ausgewählter Erinnerungsorte in der Region Perm, die mit dem sowjetischen Straflagersystem verbunden sind (ehemalige Straflager Perm-35, Perm-36 und Stvor), werden geschichtliche, kulturelle und politische Hintergründe sowie diejenigen Spannungsfelder untersucht, in deren Kontext die Aufarbeitung der totalitären Vergangenheit im heutigen Russland stattfindet. Gemeinsam mit 12 Studierenden und jungen Nachwuchswissenschaftler/-innen aus Deutschland und Russland werden Fragen nach der Legitimität des Vergleichs totalitärer Regime und ihrer gegenwärtigen Erinnerungskulturen aufgeworfen und das Erbe der sowjetischen Bürgerrechtsbewegung als Bestandteil der russischen Zivilgesellschaft beleuchtet.
Das deutsch-russische Forschungsprojekt findet in Zusammenarbeit mit Memorial Perm (Robert Latypov), dem Lehrstuhl für Kulturologie der Permer Technischen Universität (Dr. Valeriya Yakovleva), dem Lehrstuhl für Neuere/Neueste Geschichte der Permer Pädagogischen Universität (Prof. A. B. Suslov) und dem Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas der Humboldt-Universität zu Berlin (Ulrike Huhn) statt.Das Projekt beinhaltet Workshops in Bremen und Perm, länderübergreifendes Arbeiten über eine Online-Plattform sowie eine 14-tägige Forschungsexkursion nach Perm im Juli/August 2009. Die Projektergebnisse werden im Dezember 2009 in einem Themenheft dokumentiert.
Die Finanzierung erfolgt durch das Programm "Geschichtswerkstatt Europa" der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft".
Organisation und Leitung von deutscher Seite:
Manuela Putz, Tel: 0421‐218‐69611, und Ulrike Huhn
Teilnehmer/-innen des Forschungsprojekts

